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Finanzen

Foto: ddp

Viren wandern am Geld um die Welt

18.07.2009 - Jeden Tag wechseln Milliarden Geldscheine weltweit ihren Besitzer. Und mit ihnen Viren. Bestimmte Viren können bis zu 17 Tage und länger an Oberflächen haften bleiben und überleben. Das haben Forscher am Universitätskrankenhaus Genf herausgefunden. Vom Schweinegrippe Virus H1N1 weiß man, das er zumindest 2 bis 8 Stunden ohne Wirt- zum Beispiekl an einem Geldschein - überleben kann (siehe H1N1-Erreger). Die Schweizer reagieren auf diese Forschungsergebnisse und so hält die Berner Kantonalbank (BEKB) Handschuh für alle Mitarbeiter im Pandemiefall bereit, die mit Geld zu tun haben. Weiterhin ist es wichtig, das die Mitarbeiter an den Kassen sich häufig die Hände waschen. Quelle: dpa)

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Obama empört über Milliardenprämien bei Wall-Street-Banken

US-Präsident Barack Obama hat sich empört über Milliardenprämien für Bankmanager geäußert. Dass die Wall-Street-Banken im Krisenjahr 2008 immer noch Boni in Höhe von gut 18 Milliarden Dollar auszahlten, sei "der Gipfel der Verantwortungslosigkeit", sagte Obama in Washington. Banken und Finanzkonzerne in den USA hatten teils milliardenschwere staatliche Hilfen aus Steuergeld erhalteObama

Es sei "beschämend", dass US-Unternehmen vergangenes Jahr trotz der schweren Wirtschaftskrise Boni in Milliardenhöhe ausgezahlt hätten, sagte ein sichtlich verärgerter Obama vor Journalisten im Weißen Haus. Diese Zahlungen seien erfolgt, während viele Konzerne zeitgleich den Staat und damit den Steuerzahler um Milliardenhilfen angefleht hätten. "Das ist der Gipfel der Verantwortungslosigkeit," kritisierte der US-Präsident.

Er bezog sich auf am Mittwoch veröffentlichte Zahlen, wonach in den US-Finanzkonzernen im vergangenen Jahr Boni in Höhe von 18,4 Milliarden Dollar (14,2 Milliarden Euro) ausgezahlt hatten. Die Wall-Street-Unternehmen sollten sich in Zurückhaltung und Disziplin üben und Verantwortungsbewusstsein zeigen, forderte Obama. In besseren Zeiten könnten die Manager wieder hohe Prämien kassieren. "Aber jetzt ist nicht der Zeitpunkt", sagte er. Seine Regierung werde dies auch in direkten Gesprächen mit Managern ansprechen.

Die Prämienzahlungen der Wall-Street-Unternehmen waren 2008 von 32,9 Milliarden Dollar auf 18,4 Milliarden Dollar und damit um 44 Prozent zurückgegangen. Dennoch handelte es sich um die sechsthöchsten Zahlungen überhaupt.

Auch Obamas Stellvertreter Joe Biden zeigte sich verärgert über die hohen Prämien. Sie seien "empörend" und für die Steuerzahler "beleidigend", sagte Biden dem Fernsehsender CNBC. Er würde die Verantwortlichen, die nur an ihr eigenes Wohl dächten, "am liebsten in den Knast bringen".

Noch unter Obamas Vorgänger George W. Bush hatte die US-Regierung einen Hilfsfonds in Höhe von 700 Milliarden Dollar zur Unterstützung der kriselnden Finanzbranche eingerichtet. Auch die Autokonzerne General Motors und Chrysler wurden mit Geld aus diesem Fonds vorerst vor der Pleite gerettet.

Obamas Regierung arbeitet derzeit ein Konjunkturpaket mit einem Umfang von rund 800 Milliarden Dollar aus. In dieser Woche hatten erneut Ankündigungen von Unternehmen für schlechte Stimmung gesorgt, dass zehntausende weitere Jobs gestrichen werden.

Schlechte Nachrichten

Die Rezession trifft Deutschland viel schlimmer als erwartet


Düsseldorf (RPO). Dass die Wirtschaftsflaute kommt, war bekannt. Doch es trifft Deutschland deutlich härter als bislang vermutet. Die Nachrichten an diesem Freitag zeichnen für das kommende Jahr ein rabenschwarzes Bild. Die Aussichten haben sich "markant verschlechtert", heißt es im Befund der sonst eher zurückhaltenden Bundesbank.

Die Rezession trifft Deutschland im Jahr 2009 mit voller Wucht. Das sagen die Analysen der Bundesbank und des Chef-Ökonoms der Deutschen Bank, Norbert Walter. Die Fakten.

Die Prognose der Bundesbank Das Institut erwartet, dass die deutsche Wirtschaft 2009 Jahr um 0,8 Prozent schrumpfen wird. Die Aussichten hätten sich „markant verschlechtert“, schreiben die Analysten in ihrer halbjährlich herausgegebenen Studie.

Die Prognose von Norbert Walter Der Chef-Ökonom der Deutschen Bank wartet gegenüber der Bild-Zeitung mit noch drastischeren Zahlen auf. Der angesehene Fachmann hält im Jahr 2009 ein Minus von bis zu vier Prozent für möglich, wenn auch nicht für zwingend. Kommt es dazu, wäre es ein Absturz wie ihn die Republik seit den 70ern nicht erlebt hat.

Härter als gedacht Die aktuellen Zahlen unterbieten die jüngsten Kalkulationen deutlich. 1,4 Prozent Plus, hatte die Bundesbank noch in ihrer Juni-Prognose verlauten lassen. Mit einem Mini-Wachstum von 0,2 Prozent hatten sogar noch vor wenigen Wochen noch Wirtschaftsweise und Bundesregierung gerechnet. In nur wenigen Wochen hat sich die Lage drastisch verschlechtert.

Die Aufträge brechen weg 

Mehr Arbeitslose Die Zahl der Arbeitslosen wird 2009 und 2010 durchschnittlich um mehr als 100.000 Personen steigen, sagen die Ökonomen der Bundesbank. Gemessen an dem Ausschlag der Rezession eine eher weniger schlechte Nachricht. Die Zahlen würden "im Vergleich mit früheren zyklischen Schwächephasen keinen harten Rückschlag bedeuten", heißt es.

Und jetzt? Die deutsche Wirtschaft steht vor einem tiefen Tal. Die Bundesbank schätzt, dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland erst 2010 wieder steigen kann. Eine vorsichtige + 1,2 steht vor dem Prozentzeichen für das übernächste Jahr. Aber: Es handelt sich um nicht mehr als ein Szenario, das laut Bundesbank "mit hoher Unsicherheit verbunden" ist.

Zwölfte US-Bank in die Pleite gerissen


New York (RPO). Die Finanzkrise hat die zwölfte US-Bank in diesem Jahr in den Ruin gerissen. Im US-Bundesstaat West Virginia wurde nach Angaben des staatlichen Einlagensicherungsfonds der US-Banken (FDIC) die Ameribank geschlossen. Derweil sollen die ersten Einzelheiten des angekündigten Banken-Rettungsplans in Kürze dem Kongress übermittelt werden.

Als Reaktion auf die geplante Banken-Rettungsaktion der Regierung stieg der Dow-Jones-Index an der New Yorker Börse am Freitag erneut. Die US-Notenbank Fed pumpte weitere 20 Milliarden Dollar in das notleidende Bankensystem.
Die nun Pleite gegangene Ameribank verfügte den Angaben zufolge über Aktiva in Höhe von 115 Millionen Dollar und Depot-Einlagen über 102 Millionen Dollar. Laut FDIC sollen die Pioneer Community Bank und die Citizens Savings Bank die Einlagen der Ameribank und damit auch deren Kunden übernehmen.

Die ersten Einzelheiten des großangelegten Banken-Rettungsplans der Regierung sollten nach Angaben aus Regierungskreisen noch am Freitagabend dem Kongress übermittelt werden. Finanzminister Henry Paulson hatte zuvor gesagt, er werde Gesetzespläne vorstellen und mit dem Kongress arbeiten, damit dessen Mitglieder übers Wochenende Details ergänzen könnten. Kommende Woche solle es an die Gesetzgebung gehen. US-Präsident George W. Bush hatte die amerikanischen Steuerzahler auf hohe Kosten für die Bankenrettung eingestimmt.

Nach Angaben des US-Finanzministeriums wird der Staat mit bis zu 50 Milliarden Dollar eine Garantie für Geldmarktfonds übernehmen. Die Einlagensicherung soll demnach zunächst für ein Jahr gelten, die beteiligten Fondsgesellschaften müssten eine Gebühr zahlen.

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama sprach dem Vorhaben der Regierung seine "vollkommene Unterstützung" aus. Es dürfe jedoch nicht nur einen Plan für die Unternehmen geben, auch der Bevölkerung müsse geholfen werden.

Die US-Notenbank Fed pumpte weitere 20 Milliarden Dollar in das notleidende Bankensystem. Die strauchelnden Banken hatten nach Angaben der Fed sogar mehr als 55 Milliarden Dollar an frischem Geld angefragt. Insgesamt stellte die US-Notenbank in dieser Woche bereits 240 Milliarden Dollar zur Verfügung.

 

 

 

 

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